Lebensqualität lässt sich nicht in einem Satz messen. Der Kompass teilt den Alltag deshalb in zwölf Bereiche. Diese Zahl ist kein Zufall: Sie ergibt sich aus dem Vergleich der wichtigsten Rahmenwerke, etwa der WHO-Leitlinien für altersfreundliche Städte, der OECD-Studie „How’s Life?“, den Lebensqualitätsindikatoren von Eurostat und den Schlüsselindikatoren von Statistik Austria.
Was wir geprüft haben
Am Anfang stand ein Modell mit starkem Blick auf Familien und Lebensphasen. Die Prüfung gegen die internationalen Rahmenwerke zeigte drei Schwächen: Es fehlten Arbeit und Wirtschaft sowie Kultur und Freizeit. Mehrere Bereiche überlappten sich, vor allem rund um Kinder, Jugend und Betreuung. Und manche Bereiche bündelten zu viel: Engagement und Zusammenhalt sind zwei verschiedene Dinge, ebenso Sicherheit, Vertrauen in die Verwaltung und Verbundenheit mit dem Ort.
Was sich geändert hat
- Arbeit, Wirtschaft & Nahversorgung sowie Kultur, Freizeit & Teilhabe sind neu dabei.
- Die drei Familien-Bereiche sind zu „Bildung, Betreuung & Familie“ zusammengeführt. Die Lebensphase bleibt als Blickwinkel in der Auswertung erhalten.
- Engagement und Nachbarschaft sind getrennt: Das eine beschreibt das Mitmachen, das andere den Zusammenhalt.
- Beteiligung und Information bilden einen Bereich, Sicherheit, Vertrauen und Identität einen anderen.
Vier Gruppen, ein Bild
Die zwölf Bereiche sind in vier Gruppen geordnet: Lebensraum & Umwelt, Versorgung & Daseinsvorsorge, Miteinander & Kultur, Mitreden & Zugehörigkeit. Alle Bereiche zählen gleich viel. Warum? Weil uns die Datenbasis für eine begründete Gewichtung fehlt – und eine gleiche Gewichtung die ehrlichere Wahl ist.