Das Modell

Zwölf Bereiche. Ein Alltag.

Lebensqualität ist mehr als eine Zahl. Der Kompass betrachtet zwölf Bereiche, die zusammen den Alltag ausmachen. Sie sind in vier Gruppen geordnet und alle gleich wichtig. Es gibt keine Gewichtung und keinen Gesamtpunktestand.

Wähle eine Nummer am Rand des Kompasses. Die gestrichelte Linie markiert den Wert 2,5, ab dem ein Bereich als „ausreichend gut“ erlebt wird.

A · Lebensraum & Umwelt

Wo und wie wir leben: Wohnung, Wege, Plätze und Natur.

Bereich 1

Wohnen & Wohnqualität

Kann man hier gut und leistbar wohnen – und bleiben, wenn sich das Leben ändert?

Hier geht es um die Wohnung selbst: Kosten, Zustand, Barrierefreiheit und ob sie zur Lebensphase passt.

Das fragen wir zum Beispiel„In unserer Gemeinde gibt es leistbaren Wohnraum für unterschiedliche Lebensphasen.“

Bereich 2

Mobilität & Erreichbarkeit

Kommt man sicher und selbstständig von A nach B?

Zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto. Besonders wichtig für Kinder und ältere Menschen.

Das fragen wir zum Beispiel„Fuß- und Radwege sowie Querungen sind sicher gestaltet.“

Bereich 3

Öffentlicher Raum & Begegnung

Gibt es Orte, an denen man gern verweilt und anderen begegnet?

Plätze, Bänke, Grünflächen, Beleuchtung – für alle Generationen nutzbar.

Das fragen wir zum Beispiel„Es gibt konsumfreie Treffpunkte (Bänke, Plätze, Schatten, Trinkwasser).“

Bereich 4

Umwelt, Natur & Klimaresilienz

Ist der Lebensraum lebenswert und für Hitze und Klimawandel gerüstet?

Zugang zu Natur, Schatten an heißen Tagen, ein ressourcenschonender Alltag.

Das fragen wir zum Beispiel„Für heiße Tage ist mit Schatten, Begrünung und Hitzeschutz vorgesorgt.“

B · Versorgung & Daseinsvorsorge

Was wir im Alltag brauchen: Arbeit, Versorgung, Gesundheit, Bildung.

Bereich 5

Arbeit, Wirtschaft & Nahversorgung

Gibt es Arbeit, Geschäfte und einen lebendigen Ortskern?

Von Lebensmitteln und Apotheke bis zu Erwerbsmöglichkeiten und Perspektiven für junge Menschen.

Das fragen wir zum Beispiel„Güter des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Apotheke) sind im Ort gut erreichbar.“

Bereich 6

Gesundheit, Pflege & Sorge

Ist Hilfe da, wenn man sie braucht?

Ärztliche Versorgung, Pflege, Entlastung für Angehörige – und Angebote gegen Einsamkeit.

Das fragen wir zum Beispiel„Pflegende Angehörige finden Unterstützung und Entlastung.“

Bereich 7

Bildung, Betreuung & Familie

Gelingen Betreuung, Bildung und der Alltag mit Kindern?

Vom Familienstart über Kindergarten und Schule bis zum Lernen im Erwachsenenalter.

Das fragen wir zum Beispiel„Kinderbetreuung ist so verfügbar, dass sich Beruf und Familie gut vereinbaren lassen.“

C · Miteinander & Kultur

Wie wir zusammenleben: Kultur, Engagement, Nachbarschaft.

Bereich 8

Kultur, Freizeit & Teilhabe

Können alle mitmachen – auch junge Menschen?

Kultur und Freizeit, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Beeinträchtigung.

Das fragen wir zum Beispiel„Jugendliche haben eigene Räume, Treffpunkte und attraktive Angebote.“

Bereich 9

Engagement & Ehrenamt

Ist es leicht, sich einzubringen?

Formell im Verein und informell in der Nachbarschaft – mit Ansprache und Wertschätzung.

Das fragen wir zum Beispiel„Menschen werden aktiv angesprochen, sich zu engagieren.“

Bereich 10

Soziales Miteinander & Nachbarschaft

Halten die Menschen zusammen?

Zusammenhalt, Vertrauen, Hilfsbereitschaft – und wie mit Konflikten umgegangen wird.

Das fragen wir zum Beispiel„Wenn jemand Hilfe braucht, findet sich in der Nachbarschaft Unterstützung.“

D · Mitreden & Zugehörigkeit

Wie wir uns verbunden fühlen: Beteiligung, Vertrauen, Sicherheit.

Bereich 11

Beteiligung, Information & Verwaltung

Kann man mitgestalten, und passiert danach etwas?

Mitreden, gut informiert sein, Hilfe bei Anliegen bekommen – mit sichtbarem Rückkanal.

Das fragen wir zum Beispiel„Eingebrachte Vorschläge werden sichtbar aufgegriffen und umgesetzt.“

Bereich 12

Sicherheit, Vertrauen & Identität

Fühlt man sich sicher, gut geführt und verbunden?

Sicherheitsgefühl – auch abends –, Vertrauen in faire Entscheidungen und das Gefühl, hierher zu gehören.

Das fragen wir zum Beispiel„Ich fühle mich mit meinem Ort verbunden.“

Daneben steht das Gesamtbild. Zusätzlich fragen wir: „Wie bewertest du dein Leben hier insgesamt?“ (Skala 0–10). In Wohnanlagen fragen wir außerdem: „Ich möchte in den nächsten Jahren hier wohnen bleiben.“ Diese Werte stehen neben dem Kompass, nicht darin.

Der Kompass zeigt Profile, keine Platzierungen. Ob 2,8 „gut“ ist, entscheidet sich im Vergleich mit dem eigenen Ort vor zwei Jahren.

Sei dabei, wenn der Kompass startet.

Wir melden uns nur einmalig zum Start und bei wichtigen Neuigkeiten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.